Klima schützen, global und am Ort
Klimaschutz und damit verbunden Energiepolitik und Naturschutz sind die dominanten Wahlziele für die Grünen. Die Vorstellung der vier Spitzenkandidatinnen für die Gemeinderatswahl verband der Ortsverband am Donnerstag im Bürgerzentrum mit einem Vortrag über 'Klimaschutz in Oberschleißheim', in dem Spitzenkandidatin Terézia Tóth vor etwa 25 Zuhörern konkrete Handlungsmuster für Haushalte, Betriebe und Kommunen aufzeigte.
Voraussetzung zu effektivem Handeln sei es, 'die globalen Zusammenhänge zu verstehen, dann können wir die richtigen Entscheidungen treffen', sagte die promovierte Elektroingeneurin, die in ihrem Vortrag kurz die wesentlichen Wirkungsschemata von Energieverbrauch, Erderwärmung und Klimafolgen darstellte. Zum nötigen Basiswissen gehöre auch, dass private Haushalt 53 Prozent ihres Energieverbrauchs in die Heizung stecken, 31 Prozent ins Auto und nur die verbleibenden 16 Prozent in alle anderen Energiequellen zusammen, darunter auch den elektrischen Strom. Daher stehe Gebäude- und Heizungssanierung an erster Stelle einer privaten Agenda, betonte Tóth.
Der Gemeinderat sei daher als kleine Geste aufgerufen, das Energiesparförderprogramm von Darlehen auf Zuschüsse umzustellen. Außerdem forderte sie mindestens eine zweite Bürgersolaranlage in Oberschleißheim. Noch intensiviert werden müßte die Zusammenarbeit zwischen Agenda-Gruppen, dem Gemeinderat und der Rathausverwaltung. Langfristig müsse sich Oberschleißheim Energiekonzepte überlegen, wobei sie hier die Neugestaltung einer Ortsmitte als guten Beginn empfahl. Jeder einzelne wie auch die Gemeinde könnten Energieeinsparung am optimalsten durch Steigerung der Effizienz erreichen, versicherte sie. Das Kommunale Energiemanagement, das Oberschleißheim als Pionier im Landkreis umsetzt, sei hierfür Voraussetzung.
Helga Keller-Zenth, Heidi Brunke und Ingrid Lindbüchl auf den Listenplätzen zwei bis vier stellten ihre Schwerpunkte im sozialen und ökologischen Bereich kurz vor. Keller-Zenth, derzeit einzig amtierende Gemeinderätin der Partei, nannte als Schwerpunkte ihrer Arbeit in den vergangenen sechs Jahren, dass sie mitgeholfen habe, 'ökologisch unsinnige Projekte zu verhindern' und eine 'Haushaltskonsolidierung ohne Vernachlässigung sozialer Projekte'.
(Alles über die Kommunalwahl 2008 steht hier.)
25.01.2008 | Ihre Meinung dazu... | nach oben | zurück